Wohnungsversammlung anno 91
Unsere WG geht aufs Jahr 1991 zurück, als die ersten Bewohner ihre erste Versammlung abhielten und nach dem Vorbild der Kommune 1 interessante Projekte planten.
Seitdem ist es allen Bewohnern der Wohngemeinschaft wichtig, im Einklang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen zu leben und nur solche Produkte zu verwenden, die ökologisch vertretbar und abbaubar sind. So hängen an unseren Fenstern Holzjalousien, die Möbel wurden selbst getischlert, und wir benutzen mehrere Mülltonnen, um ganz genau nach Papier, Plaste, Biomüll etc. trennen zu können. Zum alternativen Wohnen zählt auch, dass wir nur ein einziges Radio haben und weder Fernseher noch PCs nutzen. Alles verschönern wir mit Kunstobjekten, die wir selbst gebastelt haben. Da die meisten von uns Biologie, Kunst oder Philosophie studieren, stellt diese gestalterische Arbeit auch keinerlei Schwierigkeiten dar, sondern macht uns viel Freude.
Bei den ersten Bewohnern unserer jetzigen WG handelte es sich um meine Tante, die die alternative Wohnkommune mit anderen Studenten gründete, um auf natürliche Weise zu leben. Bei den Farben dominieren daher auch heute noch vor allem Braun-, Orange-, Rot- und Grüntöne, die in Form von Wandfarben, Teppichen, Decken und Kissen eine einladend warme Atmosphäre erzeugen. Die Inneneinrichtung überzeugt somit nicht durch Design oder Modernität, sondern schlichte, klassische Schönheit, die ruhig und wertvoll ist. So beziehen wir außerdem reinen Ökostrom, setzen uns für erneuerbare Energien ein und legen viel Wert auf einen innovativen Sonnenschutz, der nicht nur Schatten spendet.
Wir möchten hier niemanden dazu zwingen, keine technischen Geräte mehr zu kaufen oder sich vegetarisch oder veganisch zu ernähren, wie wir es tun. Wir wollen in unserem privaten Blog einzig über unsere WG informieren, Tipps geben, wie alternatives Wohnen in der heutigen Zeit gestaltet werden kann, und über alles berichten, was ein gesundes und umweltbewusstes Leben ermöglicht.